Es drohen erneute Kürzungen der Bundesmittel
Rettet die Freiwilligendienste: Trägerorganisationen rufen Hamburger Appell 2.0 aus
Wie schon im letzten Jahr steht die Zukunft der Freiwilligendienste in Deutschland erneut auf dem Spiel. Drastische Kürzungen der Bundesmittel bedrohen sie in ihrer Existenz – mit weitreichenden Folgen für unsere Gesellschaft. Der ASB Hamburg setzt sich daher gemeinsam mit den Trägerorganisationen der Freiwilligendienste massiv gegen die geplanten Einschnitte ein und hat den Hamburger Appell 2.0 formuliert.![]()
Freiwilligendienste sind mehr als nur „abstrakte Stellen im Haushalt“ – sie sind das Rückgrat wertvoller Arbeit in Bereichen wie Pflege, Kinder- und Jugendhilfe, Seniorenarbeit, Rettungsdienst, Erste Hilfe, Schulbegleitung, Teilhabe, Sport sowie im Freiwilligen Sozialen und Ökologischen Jahr (FSJ/FÖJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD). Diese Dienste sind unverzichtbar für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
„Wir appellieren an die Verantwortlichen, die angedrohten Kürzungen zurückzunehmen und die Freiwilligendienste zu stärken und auszubauen“, erklärt Marcus Weinberg, Landesvorsitzender des ASB Hamburg. „Hier ist politische Verantwortung gefragt. Wir erwarten von der Familienministerin, dem Finanzminister und dem Bundeskanzler, dass sie diese verheerenden Sparmaßnahmen stoppen.“
Die Folgen der Kürzungen wären katastrophal: Ein Drittel der Freiwilligendienststellen wäre gefährdet. Bereits jetzt führt die Unsicherheit zu erheblichen Problemen bei der Planung und Umsetzung wichtiger Maßnahmen. Das zerstört mühsam aufgebaute Strukturen und Kooperationen.
Unverzichtbar für die Gesellschaft
Die Freiwilligendienste sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft. In Zeiten von Fachkräftemangel und gesellschaftlicher Krise müssen wir diese engagierten Menschen unterstützen und fördern. Sie leisten wertvolle Arbeit, die unser aller Leben bereichert. Ohne ihre Unterstützung würden wichtige Bereiche wie Pflege, Bildung und Soziales erheblich leiden.
„Freiwilligendienste fördern das Verständnis und bieten Einblicke in soziale Bereiche, die zur persönlichen Entwicklung beitragen und zukünftige Fachkräfte hervorbringen. Das dürfen wir nicht aufs Spiel setzen“, betont Weinberg.
Die Stadt Hamburg und ganz Deutschland sind auf diese engagierten Freiwilligen angewiesen. Die Trägerorganisationen fordern die Politik auf, entschieden gegen die Kürzungen vorzugehen und die Freiwilligendienste nachhaltig zu sichern. Ein Scheitern dieser Dienste wäre ein massiver Rückschritt für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie.
Der Hamburger Appell 2.0 ist ein dringender Aufruf zum Handeln. Die Fraktionen der Hamburgischen Bürgerschaft sind gefordert, Verantwortung zu übernehmen, den Appell nach Berlin zu tragen und sicherzustellen, dass Freiwilligendienste nicht nur überleben, sondern wachsen und gedeihen können. Denn sie sind unverzichtbar für unsere Demokratie und unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Text: Petra Witt
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